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bringt Licht ins Dunkel
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Der Purpurreiher (Ardea purpurea) ist eine Vogelart aus der Familie der Reiher, Ordnung Schreitvogel, Unterfamilie Tagreiher.
Der Purpurreiher hat eine Körperlänge von 70 bis 90 Zentimetern (mit gestrecktem Hals) und eine Spannweite von 107 bis 143 Zentimetern. Damit ist er kleiner als der Graureiher, dem er im Flug zwar ähnelt, sich jedoch durch seine Färbung und seine wesentlich längeren, im Flug oft gespreizten Zehen unterscheidet. Weiterhin sind die Beine und der dünnere, weniger dolchartige Schnabel matt gelb, der Schnabelfirst ist dunkel. Die Basis des Oberschnabels ist hell. Der Kopf ist kleiner und geht flacher von der Stirn in den Schnabel über als beim Graureiher. Die Iris ist gelb.
Die Seiten von Kopf und Hals sind rotbraun, auf dem Hals befinden sich deutliche schwarze Längsstreifen. Die Oberseite des Rumpfes ist dunkelgrau, die Flügeldecken haben besonders bei Männchen eine braunviolette Tönung. Im Jugendkleid im ersten Winter ist die gesamte Oberseite, die Flügeldecken, der Hals und der Kopf ockerbraun, die dunklen Längsstreifen auf dem Hals sind undeutlich und die Oberseite wirkt durch dunkle Federzentren gescheckt. Im ersten Sommer ähneln Hals und Oberseite den Altvögeln, jedoch sind die Flügeldecken noch braun gescheckt.
Beim Flug ist der Hals s-förmig gekrümmt. Die Schlagfrequenz ist höher als beim Graureiher.
Quelle: Wikipedia
Der Purpurreiher ist ein Langstreckenzieher und ab April / Mai meist in seinen Brutgebieten zurück. Er ist auf Feuchtgebiete, Fliessgewässer oder Seen und zum Brüten auf grosse, störungsarme Schilfgebiete angewiesen, die in Europa zunehmend seltener werden. Die im Flug gut sichtbaren langen, gelben Zehen sind eine Anpassung an das Klettern im Schilf, denn sie umklammern bei jedem Schritt mehrere Halme.
Der Purpurreiher ist vom Aussterben bedroht - Rote Liste Kategorie 2 - "stark gefährdet".
Der Brutbestand des Purpurreihers hat mit 15 bis 20 Brutpaaren in Deutschland zwischen den 70er Jahren und Mitte der 90er Jahre etwas abgenommen. Die Bestände schwanken leicht und gelegentlich kommt es zu Neuansiedlungen wie im Trebbichauer-Elsnicker Teichgebiet in Sachsen Anhalt. Dort brüteten 1995 Purpurreiher. Ein traditionelles Gebiet ist die Wagbachniederung (Waghäusl) in Baden-Württemberg (0-10 BP). Weitere Vorkommen liegen in Rheinland-Pfalz (9-13 BP) und Bayern (ca. 5 BP).
Quelle: Mädlow & Model 2000
Auch das Bayerische Landesamt für Umwelt spricht leider nur von 3 - 5 Purpurreiher-Brutpaaren in Bayern.
Auf Sardinien ist der Purpurreiher noch vertreten, aber wir konnten hier feststellen, WIE scheu er ist. Gut verständlich, dass er so gefährdet ist - es reichte, dass wir uns auf 100 Meter einem Stagno (Weiher / Teich) näherten und schon flog er überraschend aus dem Schilfgürtel auf. Hoffen wir, dass weltweit schnell ausreichend Schutzgebiete - ohne Zugang für Menschen - geschaffen werden!
Enstanden sind diese Fotos an einem kleinen Tümpel nördlich des Cabras-Stagno - siehe hier in Google Maps.
| Artikel drucken | Dieser Artikel wurde von SONJA am 14.05.12 um 20:47:00 verfasst. Verfolge diesen Eintrag mit RSS 2.0. |
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